Der Pudel

 

Er ist der ,,Einstein" der Hunde

 

Wenn Zauberkünstler oder Artisten mit einem vierbeinigen Assistenten auftreten, ist es fast immer ein Pudel. Ein Künstler, der Dressur- Nummern so perfekt vorführt, als wäre das seine Berufung. Seine Klasse hatte man schon früh erkannt. Der Pudel, wahrscheinlich eine Kreuzung aus Bracke, Wasserspaniel und langhaarigem Hütehund, wurde bereits 1836 als Rassehund anerkannt. Der Schäferhund z. B. musste bis 1899 darauf warten.

 

Damals war der Pudel ein beliebter Jagdhund. Spezialgebiet: Entenjagd. Das brachte ihm seinen Namen ein. Das norddeutsche ,,Pudeln" heißt nämlich: im Wasser planschen. Deshalb war die Schur kein Modegag, sondern notwendig, damit er bei der Jagd schneller schwimmen konnte.

 

In der Stadt wurde unser Freund dann leider immer mehr zum Clown gemacht. ,,Der Papagei hat keine Ohren, der Pudel ist meist halbgeschoren" , spottete bereits Wilhelm Busch (1832-1908). Kaum eine Mode - Torheit blieb dem Pudel erspart. Er musste die unmöglichsten ,,Frisuren" tragen, wurde gefärbt und onduliert. Der frisierte Stadtpudel wurde zum öffentlichen Gespött. Doch der kluge Hund kümmerte sich nicht um die üble Nachrede, ließ sich nicht unterkriegen.

 

Inzwischen hat er ja auch den Laufsteg der Eitelkeiten verlassen. Unser Hund ist wieder der nette Hund von nebenan. Der lädierte Ruf hat ihm übrigens nicht geschadet. Unangefochten rangiert der Pudel seit vielen Jahren auf Platz 4 der Hunde - Hitparade. Vielleicht, weil es genügend kluge Menschen gibt, die sich einen klugen Hund wünschen…  

 

Äußere Merkmale und Verhalten des Pudels

 

Ein Pudel ist ein Pudel, ganz egal wie groß oder klein und wie er gefärbt ist. Der Pudel wird sowohl als Ausstellungs- Hund, Haushund wie auch als Arbeitshund anerkannt, was die der Rasse eigene hohe Intelligenz und noble Erscheinung unterstreicht. Alle Pudel sind aktiv und verfügen über einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Sie sollten daher stets als die selbstgerechten, stolzen Tiere behandelt werden, die sie verkörpern.